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Region

Individualsoftware in Bietigheim-Bissingen

Das Enzviadukt trägt seit 1853, weil es für die Last gebaut wurde, die tatsächlich darüberfährt. Genau daran scheitern die meisten Softwareprojekte.

Das Eisenbahnviadukt über die Enz ist seit über hundertsiebzig Jahren in Betrieb. Es wurde für Dampfloks gebaut und trägt heute Züge, die deutlich schwerer sind. Das funktioniert, weil man damals großzügig gerechnet hat, ohne ins Maßlose zu gehen.

Softwareprojekte scheitern regelmäßig an genau dieser Abwägung, meistens in die falsche Richtung. Es wird für einen Ablauf gebaut, den es so nur an einem einzigen Tag gab, oder es wird so allgemein gebaut, dass am Ende nichts richtig passt. Der brauchbare Weg liegt dazwischen und lässt sich nur mit denen finden, die den Ablauf täglich machen.

Bietigheim-Bissingen ist geprägt von Automobilzulieferern, Maschinenbau und einem soliden Mittelstand, der überdurchschnittlich oft in dritter oder vierter Generation geführt wird. Das ist für uns spürbar: Hier wird über Jahrzehnte gedacht, und eine Anwendung, die in drei Jahren niemand mehr pflegen kann, ist kein akzeptables Ergebnis.


Was Unternehmen in Bietigheim-Bissingen beschäftigt

Anlagen mit langer Lebensdauer

Eine Maschine bleibt zwanzig Jahre, ein Notebook vier. Wenn beide im selben Netz hängen, bestimmt die Maschine das Sicherheitsniveau.

Wissen in wenigen Köpfen

In gewachsenen Betrieben kennen zwei oder drei Personen die Regeln, die nirgends stehen. Das ist Stärke und Risiko zugleich.

Nachfolge und Übergabe

Wer den Betrieb übergibt, merkt, wie viel Wissen nicht dokumentiert ist. Software ist dabei kein Selbstzweck, sondern ein Speicher.


Wie wir arbeiten

Wir sitzen etwa zehn Kilometer entfernt, also praktisch nebenan. Das führt dazu, dass wir häufiger vorbeikommen als bei weiter entfernten Kunden, und Projekte laufen dadurch messbar anders.

Wir beginnen damit, den Ablauf aufzuschreiben, wie er wirklich läuft, mitsamt der Umwege, die sich eingespielt haben. Häufig ist das der wertvollste Teil, unabhängig davon, ob am Ende Software entsteht.

Beim Bauen achten wir darauf, dass die Anwendung auch ohne uns weiterlebt: verbreitete Techniken, Quellcode bei Ihnen, dokumentierte Entscheidungen. Wer über Generationen denkt, sollte das von seiner Software auch verlangen.


Häufige Fragen aus Bietigheim-Bissingen

Wie weit ist es von Ihnen zu uns?
Etwa zehn Kilometer, also eine Viertelstunde. In der Praxis heißt das, dass ein kurzer Termin keine Terminplanung braucht.
Was passiert mit der Anwendung, wenn Sie einmal nicht mehr da sind?
Diese Frage stellen wir selbst, bevor wir anfangen. Der Quellcode gehört Ihnen, wir setzen auf verbreitete Techniken statt auf Exotisches, und Entscheidungen werden dokumentiert. Ein Wechsel muss möglich bleiben, sonst haben wir schlecht gearbeitet.
Können wir das Wissen unserer erfahrenen Kollegen in die Software bekommen?
Zum Teil, und das ist meistens der eigentliche Gewinn. Regeln, die heute im Kopf stehen, werden zu Prüfungen und Vorschlägen im System. Wichtig ist, diese Kollegen ins Projekt zu holen statt über sie hinweg zu bauen.