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Branche

Software für Handel und E-Commerce

Im Handel liegt das Problem selten im Shop. Es liegt zwischen Shop, Warenwirtschaft, Marktplatz und Lager, wo niemand zuständig ist.

Ein Händler, der über Shop, Marktplätze und Ladentheke verkauft, betreibt drei Vertriebswege mit drei Vorstellungen davon, was ein Artikel ist. Der Shop kennt Varianten, der Marktplatz kennt Kategorien, die Warenwirtschaft kennt Artikelnummern. Dass es sich um dasselbe Produkt handelt, weiß nur ein Mensch.

Solange das Sortiment klein ist, funktioniert das. Ab einer gewissen Zahl an Artikeln und Kanälen kippt es, und zwar nicht langsam. Dann verkauft der Marktplatz etwas, das im Lager nicht mehr liegt, oder ein Preis wird an einer Stelle geändert und an zwei anderen nicht.

Die Standardwerkzeuge sind dabei nicht schlecht. Sie sind nur jeweils für ihren Kanal gebaut, und die Verbindung zwischen ihnen ist kein Produkt, sondern eine Aufgabe.


Wo es im Handel kippt

Bestände laufen auseinander

Jeder Kanal führt seinen eigenen Bestand. Überverkäufe entstehen nicht durch Nachlässigkeit, sondern weil die Zahlen zu spät zusammenkommen.

Artikeldaten werden mehrfach gepflegt

Ein neues Produkt wird im Shop, im Marktplatz und in der Warenwirtschaft angelegt. Dreimal Arbeit, dreimal Gelegenheit für Abweichungen.

Retouren sind ein Sonderfall ohne Prozess

Die Rücksendung kommt an, liegt im Lager und wartet auf eine Entscheidung, die niemand eindeutig zugewiesen bekommen hat.

Auswertungen enden bei Umsatz

Was ein Kanal nach Gebühren, Retouren und Versand wirklich einbringt, steht in keinem der beteiligten Systeme.


Bausteine für Händler

Im Handel liegt die Arbeit zwischen den Kanälen. Diese Bausteine sorgen dafür, dass es dort eine Wahrheit gibt statt drei.

Zentrale Artikeldaten

Ein Produkt wird einmal gepflegt und fließt mit den jeweils passenden Feldern in Shop und Marktplätze. Kein dreifaches Anlegen, keine dreifache Abweichung.

Kanalanbindungen

Shop, Marktplätze und Ladenkasse als Adapter an einer führenden Datenhaltung. Ein neuer Kanal ist eine Anbindung, kein Projekt.

Bestandsabgleich mit Fehlerliste

Abgleich in der Frequenz, die Ihr Sortiment verlangt, und eine Liste dessen, was nicht durchging. Überverkäufe entstehen selten aus Nachlässigkeit.

Retourenstrecke

Rücksendung, Zustandserfassung, Entscheidung und Wiedereinlagerung als ein Vorgang. Hier bleibt im Handel am meisten Geld unbemerkt liegen.

Deckungsbeitrag je Kanal

Was ein Kanal nach Gebühren, Retouren und Versand wirklich einbringt. Diese Zahl liefert keines der beteiligten Systeme von allein.

Preis- und Aktionsregeln

Preise nach Regel statt nach Hand, mit Vorschau und Historie. Eine Aktion, die an einer Stelle vergessen wird, kostet doppelt.

Lieferantenanbindung

Verfügbarkeiten und Nachbestellung im selben System, in dem der Bestand geführt wird. Sonst entsteht die vierte Wahrheit.

Servicesicht

Eine Ansicht für den Kundendienst, die Bestellung, Sendung, Retoure und Korrespondenz zusammen zeigt. Kürzt die Bearbeitungszeit spürbar.


Was wir dagegen bauen

Der Kern ist eine führende Datenhaltung für Artikel und Bestände, aus der die Kanäle bedient werden statt umgekehrt. Ein Produkt wird einmal gepflegt und fließt mit den jeweils passenden Feldern in Shop und Marktplätze. Was dort zurückkommt, sind Bestellungen und Bestandsänderungen, keine zweite Wahrheit.

Darum liegen Schnittstellen zu den Kanälen, die Sie tatsächlich nutzen. Neue Kanäle kommen als Adapter dazu und nicht als neuer Arbeitsplatz. Wichtig ist dabei weniger die Anbindung selbst als eine sichtbare Fehlerliste: Was nicht übertragen werden konnte, muss auffallen, statt still liegen zu bleiben.

Der Retourenprozess bekommt eine eigene, kurze Strecke mit Zustandserfassung, Entscheidung und Wiedereinlagerung. Das ist unspektakulär und einer der Orte, an denen im Handel am meisten Geld unbemerkt liegen bleibt.

Am Ende steht die Auswertung, die keiner der Einzelkanäle liefern kann: Deckungsbeitrag je Kanal, je Artikelgruppe, nach Gebühren und Retouren. Erst damit lässt sich entscheiden, welcher Kanal ausgebaut gehört.


Häufige Fragen aus dem Handel

Müssen wir unseren Shop wechseln?
Fast nie. Der Shop ist gut darin, zu verkaufen. Was fehlt, liegt dahinter. Wir lassen den Shop stehen und bauen die Datenhaltung und die Anbindungen, die ihn versorgen.
Wie oft werden Bestände abgeglichen?
So oft, wie es Ihr Sortiment verlangt. Bei knappen Beständen und schnellen Marktplätzen ist ein Abgleich im Minutentakt sinnvoll, bei Lagerware reicht deutlich weniger. Wichtiger als die Frequenz ist, dass Fehler im Abgleich sichtbar werden.
Lohnt sich das schon bei wenigen hundert Artikeln?
Bei wenigen Artikeln und einem Kanal eher nicht. Der Aufwand rechtfertigt sich über die Zahl der Kanäle, nicht über die Zahl der Artikel. Zwei Kanäle mit dreihundert Artikeln sind aufwendiger als ein Kanal mit dreitausend.
Was ist mit der Kennzeichnung KI-generierter Produktbilder?
Seit dem 2. August 2026 müssen erzeugte Inhalte gekennzeichnet werden, sichtbar und maschinenlesbar. Für Händler mit generierten Produktbildern ist das ein konkretes Thema, weil Bildoptimierung im Shop die Markierung häufig entfernt. Wir haben dazu einen eigenen Beitrag geschrieben.